JEAN-MARC VALLÉE: DER GROßE TRIP – WILD

Was als Buch funktionieren mag, muss eins zu eins als Film übernommen noch lange nicht genauso passen. Dafür ist Der große Trip – Wild von Jean-Marc Vallée ein gutes Beispiel. Bewegende Geschichte, populäre Schauspielerin, beeindruckende Natur – und doch bleibt uns das Geschehen auf der Leinwand seltsam fremd. Warum ein blutiger Zeh einen Film noch lange nicht wild macht, beschreibe ich auf filmosophie.com.

© 20th Century Fox

© 20th Century Fox

„…Der Literaturwissenschaftler und Kritiker Franco Moretti schrieb einmal, das Weinen des Zuschauers werde im Melodrama durch eine zeitliche Manipulation ausgelöst. Wir weinen nicht einfach über die Traurigkeit einer Figur. Wir weinen erst an dem Moment, an dem ihr selbst aufgeht, was wir längst wissen: nämlich, dass ihre Begierde vergeblich ist. Es könnte gut sein, dass Jean-Marc Vallée dies ebenfalls gelesen hat. Sein neuer Film spielt unentwegt mit dem Wissen des Zuschauers. Szenen und Reaktionen seiner Hauptfigur, die sich uns zu Beginn möglicherweise nicht ganz erschließen, wiederholt er notfalls zu einem späteren Zeitpunkt bruchstückhaft, um uns das volle Ausmaß der Tragödie der Cheryl Strayed klarzumachen. Als Vorlage dienten ihm die Memoiren eben jener Frau, die sich Mitte der 1990er Jahre im Alter von 26 Jahren tatsächlich dazu entschied, 1100 Meilen durch den Westen der USA zu laufen…“

Zur kompletten Kritik geht es hier.

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Eine Antwort zu “JEAN-MARC VALLÉE: DER GROßE TRIP – WILD

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