ONE LOVELY BLOG AWARD

Am vergangenen Wochenende hat mich einer meiner Lieblings-Filmblogs für den One Lovely Blog Award nominiert: ERGOThek – danke dir, ist mir eine ganz besondere Freude. Es gilt also, sieben persönliche Fakten aufzuschreiben und ich bemühe mich, hier ausnahmsweise mal ohne das Thema Film auszukommen. Wer genau ist also diese Schreibtante hinter l’âge d’or?

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1. In meiner Kindheit stand in unserer Küche eine Vase in Form eines Häuschens, vor dem auf einer Bank eine Bärenfamilie saß. Diese Vase wurde der Ursprung einer ganzen Reihe sogenannter Mutter Bär-Geschichten, die meine Mama und ich uns ausdachten – zum Einschlafen oder auch auf endlosen Autofahrten nach Dänemark in den Sommerferien. Am besten in Erinnerung geblieben ist mir die Nebenfigur der Tante Frieda, die eine Farm in Australien hatte und für jede Verrücktheit zu haben war. Hm, wie ging dieser alte Harald Schmidt-Gag noch gleich? Du kannst nicht schreiben, ich kann nicht zeichnen – lass uns ein Kinderbuch machen!10492962_10203144690198393_3890663286010724997_o

2. Am liebsten klaue ich mir Klamotten von meinem Papa. Gut, da gibt es einen Größenunterschied – aber der lässt sich vernachlässigen. Mittlerweile umfasst meine Sammlung gemopster Klamotten ein Hemd, mehrere Pullover, Gürtel, Krawatten und meine Lieblingsuhr. Und außerdem trifft der Mann immer meinen Geschmack, wenn er mir Krimskrams von seinen Reisen mitbringt. So einen Papa muss man haben.

3. Ich hege ein seltsames Faible für Lehrkräfte im weitesten Sinne. Das begann im Kindergarten, wo meine Lieblingserzieherin mit dem Spitznamen Hintzi zur guten Freundin meiner Familie wurde, ging mit Grundschule und Gymnasium weiter, über die hinaus der Kontakt mit einigen Lehrer_Innen bis heute besteht und setzt sich aktuell in der Uni fort, wo ich die Dozenten mächtig viel spannender finde als meine Mitstudenten.

4. Weil ich unbedingt mehr Bewegung brauche und zur regelmäßigen Motivation beim Sport auf ein Kursformat angewiesen bin, dabei aber wiederum an Nichts Spaß habe außer Tanzen, und weil ich schließlich nicht so regelmäßig Zeit habe, dass ich jede Woche aufeinander aufbauende Choreografien lernen könnte… deswegen mache ich Zumba. Das heißt: ich leide jede Woche unter der grottenschlechten Musik, den grellbunt stillosen Nylon-Sportklamotten, den per Arbeitsvertrag zum Lächeln gezwungenen Trainern und den lahmarschigen Teilnehmern – und freue mich am Ende jeder Stunde doch über dieses total geniale, freie Gefühl im Rücken.

8603601624_b318f651e6_z5. Ich bin das erste Mal als Baby geflogen und danach unzählige Male, habe es immer geliebt und Leute ausgelacht, die bei läppischen Luftlöchern zu kreischen anfangen. Und nun, so seit etwa zwei Jahren, entwickle ich merkwürdigerweise selbst ein kleines bisschen Flugangst, obwohl ich dabei nie auch nur eine schlechte Erfahrung gemacht habe. Vielleicht ist es das Gefühl, über das Geschehen so gar keine eigene Kontrolle zu haben, was mich nervös macht. Und besonders nervös werde ich beim Fliegen ohne Begleitung. Dann hat mein Kopf nämlich so richtig schön Zeit sich auszumalen, was theoretisch alles passieren könnte. Und dann sitze ich ganz dämlich da in meinem Flugzeugsessel, tu so als wäre ich völlig cool und denke: „ich will nicht alleine sterben!“

6. Bald ist Weihnachten und obwohl ich mit dem Ganzen Drumherum nie so richtig warm werde, liebe ich unser Heiligabend-Ritual. Meine Eltern und ich haben uns glücklicherweise schon vor Jahren von jeglichem großen Familienbrimborium verabschiedet. Das heißt: am Nachmittag gehen wir spazieren (das nennt sich dann „Weihnachtsmann suchen“), am frühen Abend gibt es Gänsebraten und Rotkohl mit Maronen drin (würde ich nie selbst zubereiten, bestehe aber darauf, dass es meine Mama tut) und dann die immer recht überschaubare Bescherung. Und anschließend werden Kultfilme geguckt. Meistens natürlich Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (darüber hab ich vor zwei Jahren schon geschrieben) und Die Heiden von Kummerow.

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7. Mein Plan für das kommende Jahr: einen Monat lang im Sommer ein Apartment in irgendeiner europäischen Stadt mieten, dort aber nicht direkt Urlaub machen, sondern weiter arbeiten und einfach kurzzeitig dort leben. Quasi meine Mini-Version der Winnemuth’schen Weltreise. Ganz hoch im Kurs momentan: Stockholm, Helsinki, Amsterdam, Lissabon, Warschau oder mein Lieblingsklassiker Barcelona. Hat jemand bessere Vorschläge?

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Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wer vor mir bereits für den One Lovely Blog Award nominiert wurde – und so viele Blogs lese ich auch gar nicht. Meine kleine, bescheidene Auswahl fällt deshalb blindlings auf filmosophie.com, den Kinderfilmblog und Gurkknauer’s Kulturblog.

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3 Antworten zu “ONE LOVELY BLOG AWARD

  1. Ach wie toll, ach wie schön dass du es geschafft hast, so nett warst und mir 7 wundervolle Dinge über dich verraten hast. Danke dafür. ❤

    Ich bin begeistert über alles was ich ich lesen durfte. Sehr, sehr sympatisch. Das mit dem Papa finde ich grandios. Es ist wirklich was besonderes. Ich teile meinen Modegeschmack so gar nicht mir meinem Papa. 😉

    Dein Faible für Lehrkräfte finde ich auch äußerst außergewöhnlich, kann es allerdings gut verstehen. Die Mutter Bär-Geschichten klingen auch toll. Kommen da noch immer neue nach?

    Dein Vorhaben zur Mini-Version der Winnemuth’schen Weltreise finde ich sehr spannend. Bin gespannt wohin es dich am Ende verschlägt. Deine Städte finde ich alle großartig. Gehen alle genau in meine Richtung. Ich war bisher nur in Barcelona … habe mich aber auf Anhieb in die Stadt verliebt. Was mich auch noch interessieren würde wären Dublin und Glasgow (oder auch eine andere Schottische Stadt) … schon rein wegen der Pubs, den guten Whiskeys und Guinness.

  2. Pingback: One Lovely Blog Award - filmosophie.com·

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