ROY ANDERSSON: EINE TAUBE SITZT AUF EINEM ZWEIG UND DENKT ÜBER DAS LEBEN NACH

„Wie gerne würd’ ich jetzt in Schweden sein / Weil jeder Schwede lacht und singt / und pausenlos das Tanzbein schwingt / bei vierzig Grad und Sonnenschein“ – das Lied der Ärzte kam mir bei dem neuen Werk von Roy Andersson unvermittelt in den Sinn. Mit Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach beendet der Regisseur seine Trilogie über das Menschsein. Und ich habe in meiner Kritik für filmosophie.com ein bisschen darüber sinniert. Wen’s interessiert:

© Neue Visionen

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„…Ich persönlich halte es in meinem durchaus sympathisierenden Blick auf Skandinavien ja ganz gern mit der Band Die Ärzte, die einst in einem sehr beschwingten Lied sang: „Wie gerne würd’ ich jetzt in Schweden sein / Weil jeder Schwede lacht und singt / und pausenlos das Tanzbein schwingt / bei vierzig Grad und Sonnenschein“. Mit weniger brachialer Ironie, dafür aber mit knäckebrotiger Trockenheit geht Roy Andersson ans Werk, der mit seinem Film Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach seine Trilogie über das Menschsein beendet. Und was gehört zum Menschsein nun einmal unausweichlich dazu? Der Tod. Drei Begegnungen mit dem Lebensende sind es denn auch, die als eine Exposition in das Filmgeschehen einführen. Ein Mann erleidet einen Herzinfarkt beim Entkorken einer Weinflasche, eine alte Frau im Hospiz will unbedingt die Tasche mit ihren Reichtümern mit in den Himmel nehmen, ein Mann fällt auf einer Fähre tot um und sein noch nicht angerührtes Essen bleibt stehen. Es sind Situationen, völlig aus jeglichem Kontext gerissen, die uns die Trivialität des Menschseins vor Augen führen. Was machen wir zu Lebzeiten einen Wind um den Tod, ängstigen uns, sparen für eine pompöse Beerdigung und malen uns das Leben danach aus – und dann passiert es in einer stillen Ecke wenn gerade keiner guckt, die Ehefrau beschäftigt in der Küche steht oder die Nachkommen nur die Verwaltung des Erbes interessiert…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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