PERFECT MATCH: DOUGLAS SIRK & JANE WYMAN

Es ist mal wieder an der Zeit, auf l’âge d’or eine neue Rubrik vorzustellen. Perfect Match widmet sich den perfekten Kombinationen aus der Filmwelt in wenigen Worten und vornehmlich Bildern. Ob Regieduo, Leinwandpaar oder Künstler_Innen-Musen-Verhältnis, hauptsache es passt. Den Anfang machen heute der Regisseur Douglas Sirk und die Schauspielerin Jane Wyman.

Am Set zu All That Heaven Allows

Am Set zu All That Heaven Allows

Auf das Paar bin ich kürzlich gestoßen, weil ich gerade ein neues Seminar über die Berührungspunkte zwischen Komödie und Melodrama begonnen habe und darin ein Referat über den Film Magnificent Obsession halten werde. Da fiel es mir wieder ein: ich hatte mich schon während des Studiums in Mainz in die wunderbaren Filme des Regisseurs verliebt. Den Höhepunkt seines Schaffens erreichte Sirk aber erst in der Kombination mit der Schauspielerin Jane Wyman: der eben genannte Film und der bald darauf folgende All That Heaven Allows (übrigens mein Favorit) sind nicht nur wunderschön gefilmt, sondern kritisieren auch völlig angstfrei und trotzdem sensibel die verlogene und intolerante Gesellschaft der typischen amerikanischen Vorstadt in den 1950er Jahren. Wyman hat es drauf, elegant und verletzlich, stoisch und tragisch gleichermaßen zu wirken. Neben ihrer aristokratischen Eleganz hat ihr Look aber auch etwas gewöhnlich Provinzielles – und so passt sie perfekt in das Setting der Sirk-Filme.

Random Fact: Douglas Sirk war eigentlich ein Deutscher dänischer Abstammung. Sein bürgerlicher Name lautete Hans Detlef Sierck. Erst Ende der 1930er floh er vor dem Terror der Nationalsozialisten in die USA.

Magnificent Obsession (1954)

© HanseSound

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All That Heaven Allows (1955)

© HanseSound

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Eine wunderbare moderne Hommage an die Melodramen von Douglas Sirk hat übrigens Todd Haynes abgeliefert, der in Dem Himmel so Fern Julianne Moore in einer ganz ähnlichen Geschichte inszenierte.

© Concorde

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