DAVID FINCHER: GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER

Wie steht ihr zu David Fincher? Überschätzt? Oberflächlich? Vielleicht trifft das ja alles zu. Die Frage ist nur, ob das überhaupt so schlimm ist. Ich habe mir für filmosophie.com seinen neuen Film Gone Girl – Das perfekte Opfer angeschaut und habe direkt das Gefühl, das dieser Film bald Gegenstand filmwissenschaftlicher Seminare werden könnte.

© 20th Century Fox

© 20th Century Fox

„…Nun gut. Wenn David Fincher so oft für seine Oberflächlichkeit kritisiert wird, dann werfen wir doch mal einen Blick auf genau das: die Oberfläche. Angefangen bei den Darstellern. Der Regisseur verpflichtet für seine männliche Hauptrolle einen All American-Guy mit dem typisch amerikanischen Kaugummi-Kinn. Ben Affleck ist der US-Saubermann, steckt aber immer wieder öffentlich Häme und Spott ein, ob nun wegen seiner regelmäßigen Flops oder wegen seinem jüngsten Engagement als Batfleck. Ihm stellt er Rosamund Pike zur Seite, die unantastbare Verkörperung der kühlen Blonden, die niemand so richtig einschätzen kann. Dann gibt es noch die knallhart zynische Ermittlerin (Kim Dickens) und die moralisch verwerfliche Geliebte, besetzt mit einer Frau (Emily Ratajkowski), die vor allem für ihren stofflosen Auftritt im Musikvideo des Machos Robin Thicke bekannt ist. David Fincher packt all diese Figuren in einen Film hinein, der sich nicht dafür interessiert, solche klischeehaften Assoziationen aufzubrechen. Good Guy und Bad Guy, Heilige und Hure, all diese Typen haben in Gone Girl – Das perfekte Opfer ihren Auftritt. Der Film funktioniert streckenweise nach dem Prinzip des Whodunit: das typisch fincher’sche Gefühl von ständiger Bedrohung stets präsent, seziert er mit der beobachtenden Kamera in ruhigen Einstellungen präzise und schon fast klinisch kunstvoll das Geschehen. Vielleicht mag er für die ein oder andere Tat der Figuren ein psychologisches Motiv rudimentär andeuten, wirklich wichtig scheint ihm die Plausibilität dahingehend aber nicht zu sein…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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3 Antworten zu “DAVID FINCHER: GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER

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