JOHN CARNEY: CAN A SONG SAVE YOUR LIFE?

Mit Folk-angehauchtem Singer/Songwriter-Indiepop kriegt man mich. Naja, zumindest stehen die Chancen gut. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Musik braucht eine Besonderheit, um zu ziehen. Und wie zum Teufel erschafft man diese Besonderheit? Oder erkennt sie, wenn man sie vor sich hat? Oh, und wie vermeidet man es, zu bemüht zu wirken? Can a Song Save Your Life? trägt Einiges zur Beantwortung dieser Fragen bei. Für filmosophie.com habe ich ein bisschen über Musik und Filme nachgedacht.

© Studiocanal

© Studiocanal

„…Mit dem ersten Werk nach einem großen Erfolg ist es ja oft schwierig. Mit dem 2012er Album „Tramp“ hatte ich mich in die Sängerin Sharon Van Etten verguckt. Mit der Aufmerksamkeit kommen dann meist auch die besseren Produktionsbedingungen. An dem neusten Album scheiden sich die Geister: ambitionierter, sagen die Einen. Überproduziert, die Anderen. Das ist auch ein Vorwurf, den man Can a Song Save Your Life? machen könnte. Dieser Film sollte etwas ganz Besonderes werden, dieser Anspruch ist ihm in jedem Moment anzumerken. Da sind zum einen die doch recht großen Namen auf der Besetzungsliste, zum anderen die Dramaturgie. John Carney nutzt mehrere ausführliche Schleifen, um in seine Geschichte einzuführen. Wir sehen Gretas Auftritt, im Anschluss die Ereignisse, die Dan in die Bar brachten, und letztlich springt der Film noch einmal auf der Zeitachse zurück, um aus Gretas Vergangenheit zu erzählen. Für lockerleichte Sommermusikfilme ist eine solche erzählerische Struktur ungewöhnlich, erinnert sie doch eher an psychologische Melodramen. So funktioniert Can a Song Save Your Life? aber nicht. Die Psyche seiner Figuren ist dem Regisseur weitgehend egal. Er legt sie eher als Typen an und benutzt sie, um seine Geschichte mehr unterhaltsam als schwermütig zu erzählen…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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5 Antworten zu “JOHN CARNEY: CAN A SONG SAVE YOUR LIFE?

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