WEEKLY TRAILER-PICK: THE LAST OF ROBIN HOOD

Weil diese Woche ein großes Durcheinander war, bin ich erst gestern dazu gekommen, die neusten Trailer im Schnelldurchlauf nachzuholen. Seltsam, quasi ein Dutzend Filme in komprimierter Form hintereinander wegzuschauen. Ein paar davon sind tatsächlich hängen geblieben. Der neue Weekly Trailer-Pick zeigt euch meine Auswahl.

Welchen Trailer habe ich mir ausgesucht?

Das Drama The Last of Robin Hood von von Richard Glatzer und Wash Westmoreland erzählt vom Abstieg der großen Stummfilmikone Errol Flynn (Kevin Kline). Der Schauspieler richtete sich mit Unmengen Alkohol zu Grunde und begann kurz vor seinem Ende noch ein Verhältnis zum wesentlich jüngeren Starlet Beverly Aadland (Dakota Fanning). Besonders pikant: Beverly war zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht volljährig. Die 17-Jährige hatte sich mit einer gefälschten Geburtsurkunde in das Studiosystem Hollywoods hinein geschummelt.

© Samuel Goldwyn Films

© Samuel Goldwyn Films

Was mich an dem Trailer neugierig macht:

Drei Aspekte sind es, die für mich am Trailer zu The Last of Robin Hood so besonders interessant aussehen. Zum einen ist das die Tatsache, dass der Film im alten Hollywood angesiedelt ist. Und ob The Artist oder My Week with Marilyn und Co. – für dieses Setting bin ich empfänglich. Wenn ich schon die goldene und sicher sehr aufregende Epoche nicht durch eine Zeitreise miterleben kann, dann möchte ich mich zumindest im Kino hineinschnuppern. Und auch Filme über Beziehungen mit Altersunterschied haben durchaus ihren Reiz.

Der zweite Punkt sind die Darsteller. Kevin Kline als absteigender Superstar und Susan Sarandon als intrigierende Ballett-Mutter scheinen mir hier zu Höchstformen aufzulaufen. Und nicht zuletzt ist da die junge Dakota Fanning, für die ich zwar ein nicht ganz so großes Faible habe wie für ihre Schwester Elle, die mir hier aber anscheinend punktgenau besetzt wurde und deren Entwicklung seit Krieg der Welten zu beobachten einfach ungemein interessant ist.

Kommen wir zum letzten Punkt: dem Stil des Trailers. Klar, in der zweiten Hälfte kommt die schmalzige Musik rein und alles wird irgendwie bunt und gefällig – ich wage anhand der ersten Hälfte allerdings einmal zu spekulieren, dass dies nur der Versuch ist, das Drama einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zuvor lassen nämlich dialoglastige Sequenzen, eine ruhige Inszenierung und teilweise sogar die völlige Abwesenheit von Musik auf einen durchaus komplexen und hoffentlich originellen Film schließen. Einen deutschen Kinostart gibt es natürlich noch nicht.

Andere sehenswerte Trailer der letzten Tage:
Lilting 
von Hong Khaou
Fury von David Ayers
My America von Hal Hartley
Affluenza von Kevin Asch
Bluebird von Lance Edmands
Premature von Dan Beers

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