MEDIA MONDAY #156

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Media Monday #156

1. Der perfekte Film für einen Männerabend/Mädelsabend ist so nicht existent.

2. Cosmopolis von David Cronenberg soll ja ein toller Film sein, aber allein, dass Robert Pattinson mitspielt, hält mich schon davon ab, ihn eines Blickes zu würdigen, weil ich mit diesem talentbefreiten Glitzervampir einfach nicht warm werde.

3. Die WM ist im vollen Gange. Steht der Film- oder allgemeine Medienkonsum nun hinten an oder flieht ihr ganz bewusst in fremde Welten, um dem Fussball-Trubel zu entgehen? In Sachen Fußball bin ich eine klassische WM/EM-Guckerin. Hinter Deutschland-Spiele müssen dann Filme aller Art schon mal zurückstehen. Ansonsten wird je nach spielenden Teams, Wichtigkeit und Prognose abgewogen, ob gerade die Lust auf Film oder Sportberieselung überwiegt. Mit Fan-Meilen kann man mich allerdings jagen – dann definitiv lieber Kino und fremde Welten.

4. Wenn schon historische Geschichte, dann aber bitte am liebsten aus der Epoche des Regency – also Jane Austen und Co.

5. Found-Footage-Filme nebst obligatorischem Kameragewackel machen einen Streifen nicht automatisch authentisch. Manchmal können solche Stilmittel wirklich nerven. Wenn sie allerdings zu Stil und Plot eines Films passen oder es in Sachen Dokumentarfilm einfach nicht anders geht, dann kann ich damit gut leben. In solchen Fragen gibt es einfach keine definitiven Standpunkte.

6. Die Story von I Origins ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass dabei ganz die eigentlich sehr interessante Botschaft verschütt geht.

7. Zuletzt gelesen habe ich einen Text über die körperliche Reaktionen triggernden Stilmittel in Sofia Coppolas Lost in Translation und das war wirklich interessant, weil es sich um einen meiner Lieblingsfilme handelt, den ich bisher allerdings immer nur auf symbolisch interpretatorischer Ebene analysiert habe.

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6 Antworten zu “MEDIA MONDAY #156

  1. 1. Yep.
    2. Versteh ich, aber ich werd ihn noch sehen. Irgendwann.
    4. Kostümfilm-Fan also, aha 😀 Ich kann eigentlich Filme aus jeder Epoche gucken, aber am liebsten hab ich das feudale Japan.
    5. Ja das stimmt. Was ich am schlimmsten finde, ist wenn man authentisch wirken will, aber dann alles viel zu professionell filmt. Um das glaubhaft zu machen, müssen zB Bildkomposition etc. einfach grottenschlecht sein und das ignorieren leider viele Regisseure.
    6. Werd ich noch sehen.
    7. Der Film geht so. Bin kein großer Sofia-Coppola-Fan.

    • Hm, jaaaa, vielleicht tu ich mir Cosmopolis auch nochmal irgendwann an – schon allein der Vollständigkeit halber. Aber er steht jedenfalls nicht bei den Prioritäten. 🙂

      • Doch, wegen den Cahiers du cinema yearly to 10s, da war er mal drauf 😀

    • 🙂 Das ist wirklich spannend. Geht um einen in der Filmanalyse ja oftmals sehr vernachlässigten Aspekt. Die Autoren sagen da – mal ganz knapp zusammengefasst – dass beim Zuschauer das Gefühl von Entfremdung und Desorientierung viel eher auf somatischer als auf symbolisch interpretierbarer Ebene ausgelöst wird – zum Beispiel durch Einstellungslängen, Lichtsetzung, Farbgebung und Musik.

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