8 AUGEN FÜR EIN HALLELUJA: MOON

Puh, da haben wir aber gerade noch einmal so einen Filmabend geschafft, bevor Cannes und andere Verpflichtungen uns von den 8 Augen für ein Halleluja für den Rest des Mais in Beschlag nehmen. Trotzdem gab es einen Wehmutstropfen. Einmal mehr waren wir nämlich genau genommen nur sechs Augen: Chris fehlte. Immerhin konnten wir so aber einen Film sehen, den wir drei Verbliebenen noch nicht kannten, er aber schon.

Diesmal: Moon von Duncan Jones

© Koch Media

© Koch Media

Wieso wir den Film ausgewählt haben:

Weil wir die günstige Lage ausnutzen mussten, zu dritt leichter auf einen Nenner zu kommen als zu viert. Mit Science Fiction lässt sich ja meist etwas anfangen. Chris und diverse Community-Beiträge hatten uns den Film als ruhig erzähltes und tiefgründiges Drama ans Herz gelegt. Das ließen wir uns doch nicht zwei Mal sagen.

© Koch Media

© Koch Media

Unsere Wertungen:

Kitty„Die Verfilmung vom gezüchteten Mann im Mond ist ein Plädoyer dafür, dass nun auch Christians Wahlrecht auf die Filmauswahl stark eingeschränkt und nicht länger ernst genommen wird. Er selbst hat es schon ganz richtig gemacht, indem er letzten Donnerstag so tat, als hätte er „keine Zeit“ für den DVD-Abend – so musste er Moon einfach nicht (noch einmal) über seine Augen ergehen lassen. Ich wette, er wusste genauestens, warum. Was soll man mit dem Film auch anfangen, wenn weder der Hauptdarsteller Sam 1, noch Sam 2 oder Sam 3 (und alle nur erdenkbaren weiteren Sams) es nicht schafft, einen in den Bann zu ziehen und sich dazu das Szenenbild als ein geglückter Kunstverpfuschungsversuch entpuppt? Das einzige Schlimmere ist der Zukunftsroboter Gerty, dessen Smiley-Mimiken einen in den Wahnsinn treiben möchten. Aber auch daraus lässt sich etwas Gutes ziehen: Wir wissen nun, was uns zukünftig bevorsteht in dieser immer mehr künstlich werdenden Welt – ein abwechslungsreiches Smileyspiel.“
2 von 10 verpixelte Smileys

Tobi: „Moon fand ich bereits vom Namen her ziemlich interessant: Ein griffiger kurzer Name, extraterrestrische Himmelskörper, kein Plan, was in dem Film so passiert: Alles Zutaten, um sich auf den Streifen zu freuen und überrascht zu werden. Umso erstaunlicher war es für mich, dass Moon mich über seine kurze Länge nicht so richtig hat packen können. Ich vermutete zu Beginn, nachdem sich einige verwirrte Szenen vom Band gespult hatten, dass ich es mit einem Filmtypus à la Mullholland Drive zu tun habe und über den ganzen Film nicht mehr wissen werde, was Phase ist (was in einem Wutausbruch meinerseits, samt auf den Boden stampfen und Exkremente an die Wand schmieren gemündet hätte). Glücklicherweise ergab jedoch die ganze Verwirrung wenig später einen Sinn, sodass ich die Story im Nachhinein als eine ziemlich geniale Idee bewerte, die eigentlich auch relativ schnieke umgesetzt wurde. Aber der Film hat es nicht geschafft, mich so richtig in seinen Bann zu ziehen – Obwohl er mich am Ende überzeugt hat, war ich zwischendurch gelangweilt und habe mit bebenden Augäpfeln auf die viel zu langsam verstreichende Timer-Angabe des DVD-Players geschaut. Warum das so war, kann ich nicht so wirklich sagen – vielleicht Gehirnmuchte meinerseits. Für diesen seltsamen Mix aus dem am Ende vorherrschenden „eigentlich war der Film ziemlich prächtig“ und dem sich jedoch leider während der Rezeption einstellenden „bitte mach, dass es aufhört“ vergebe ich stattliche…“
7 von 10 verpixelte Smileys

Katrin: „Moon. Die DVD lag lange bei mir und mit jedem Abend, den ich die DVD vor mir hergeschoben habe, sind auch die Erwartungen gewachsen. Tiefgründige Science-Fiction, langsame Erzählweise, wenige Dialoge, das sind Zutaten, aus denen Filme gemacht sind, die mir gut gefallen. Gute Besprechungen auf einschlägigen Filmseiten taten ihr Übriges. Und dann begann der Streifen und ich wusste einfach nicht so recht, wo er hinwill. Im einen Moment erinnerten Plot und Setting an große Klassiker wie 2001: Odyssee im Weltraum oder Solaris, im nächsten Augenblick wirkte das Production Design aber einfach hingeschludert. Zunächst gab sich der Film inhaltlich geheimnisvoll, schließlich entfalteten sich die Hintergründe aber nur allzu offensichtlich. Das alles führte dazu, dass sich die eigentlich so kurze Laufzeit erheblich dehnte. Insofern geht es mir ähnlich wie Tobi: ich bewerte Moon im Nachhinein besser als im Moment des Schauens. Er ist ein hochinteressantes Konstrukt – aber leider ohne fesselnde Atmosphäre.“
6 von 10 verpixelte Smileys

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s