WEEKLY TRAILER-PICK: STAND CLEAR OF THE CLOSING DOORS

Trailer über Trailer sind diese Woche rausgekommen. Viele haben mich neugierig gemacht, viele wecken Vorfreude auf meine zwei schlaflosen Wochen in Cannes, viele haben mich aber auch nicht so richtig vom Hocker gerissen. Und dann war da dieser kleine Film, der im letzten Jahr all die kleinen Festivals tourte und jetzt immerhin schon einen US-Kinostart hat. Und dazu passend einen neuen Trailer. Meine Wahl für den neuen Weekly Trailer-Pick.

Welchen Trailer habe ich mir ausgesucht?

Stand Clear of the Closing Doors von Sam Fleischner erzählt die Geschichte des 13-jährigen Ricky (Jesus Sanchez-Velez) aus New York, der nach der Schule einfach nicht nach Hause geht, sondern die Stadt und ihren Untergrund entdeckt. Seine Mutter gerät noch viel mehr Panik als es Eltern für gewöhnlich tun, wenn ihre Kinder verschwinden. Denn Ricky ist Autist und kommt deswegen nicht so problemlos in der Stadt zurecht wie andere Kinder seines Alters. Zumindest ist das die Vorstellung seiner Mutter.

© Oscilloscope

© Oscilloscope

Was mich an dem Trailer neugierig macht: 

Vornehmlich die Optik. Denn auch wenn ich mich irrsinnig auf die ganzen neu für Cannes angekündigten Streifen freue – Maps to the Stars, Deux Jours, Une Nuit, Captives – ihre Trailer waren zumindest nicht besonders innovativ geschnitten oder kündigten große Innovationen an. Mal ganz ungeachtet der Tatsache, dass diese Filme auch nicht gerade Geheimtipps wären. Im Gegensatz dazu hat mich der Trailer zu Stand Clear of the Closing Doors einige Male überrascht, denn er wählt ungewöhnliche Perspektiven, zeigt anderso wohl vernachlässigenswerte Details und fängt surreale Momente ein. Und das ganze an einem eigentlich so banalen Ort: in der U-Bahn. Wenn ich morgen wieder drin sitze, werde ich die Augen offen halten und nicht gleich wieder hinter meiner Zeitung verschwinden.

Oh, und an dieser Stelle noch ein kleiner Schauspieler-Geheimtipp von meiner Wenigkeit: Tenoch Huerta. Den mir lange unbekannten Mexikaner habe ich im Februar in Güeros für mich entdeckt: einem Roadmovie aus Mexiko City, der im Berlinale Panorama lief. Ein echtes Juwel und unbedingt beachtenswert. Vielleicht gibt es ja auch für Stand Clear of the Closing Doors demnächst mal einen deutschen Kinostart. Ich bin dafür.

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