JASON REITMAN: LABOR DAY

Für Melodramen bin ich momentan empfänglich, denn in einer Hausarbeit versuche ich gerade nachzuweisen, dass sich quasi alle Filme jeden beliebigen Genres sich im Kern auf den melodramatischen Modus zurückführen lassen. Bei Jason Reitmans Labor Day – der übrigens ganz eindeutig melodramatische Züge trägt – musste ich deshalb direkt an die domestic dramas der 1950er denken. Douglas Sirk und so. Aber mehr dazu in meiner Kritik für filmosophie.com.

© Paramount

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„…Immerhin kreiert der Film eine sehr interessante Stimmung, die stellenweise an die domestic melodramas der 1950er erinnert; ein Douglas Sirk in ausgeblichenen Farben sozusagen. So wie in diesen Filmen ist auch hier die Frau in ihrem häuslichen und gedanklichen Gefängnis der emotionale Mittelpunkt der Geschichte und Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung des Plots. Nur, dass hier im Gegensatz zu den Dramen der 50er nicht einmal mehr die Fassade geblieben ist, hinter der sie sich verstecken kann. Die unnahbaren Glockenröcke von damals sind schon lange nicht mehr in Mode und die Nachbarn wissen ohnehin, dass Adeles Ehe kaputt, ihre Persönlichkeit von Depressionen zerfressen ist. Nicht einmal ihr neu erwachendes Glück kann sie offen zur Schau stellen, denn alle Hoffnungen und Wünsche projiziert sie auf einen gesuchten Mörder. Es ist eine trostlose Welt, die Jason Reitman in Labor Day erschafft, denn die harmonischen Momente innerhalb des Hauses bleiben Illusion, ständig Gefahr laufend, doch wieder durch äußere Einflüsse gestört zu werden…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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