8 AUGEN FÜR EIN HALLELUJA: PEACEFUL WARRIOR

Boah, das war vielleicht mal eine lange Abwesenheit. Festivals und diverse Klausurenphasen unserer 8-Äugigen haben uns von gemeinsamen Filmabenden abgehalten. Zum Glück brachte uns dann eine Filmentdeckung von Kitty wieder zusammen. Nur ob es auch so ein Glück war, auf die Empfehlung zu hören… Naja, Hauptsache es gibt eine neue Episode von 8 Augen für ein Halleluja.

Diesmal: Der Pfad des Friedvollen Kriegers – Peaceful Warrior von Victor Salva

© Universal

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Wieso wir den Film ausgewählt haben:

Tja, wie schon angedeutet: auf einen Hinweis unserer Filmspürnase Kitty hin. Wenn mich nicht alles täuscht, fand sie die Botschaft des auf youtube aufgegabelten Trailers interessant. Und dass ein Typ aus der Serie Vampire Diaries mitspielt, hat sicher auch nicht geschadet. Und da niemand einen Einwand hatte und es eh nicht so leicht ist, einen Film zu finden, den keiner von uns je gesehen hat, wurde es dann eben der. Manchmal gibt es ja durchaus positive Überraschungen.

© Universal

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Unsere Wertungen:

Chris: „Der Titel deutet es eigentlich schon an. Nichts Halbes, nichts Ganzes. Man will viel, aber rutscht ins Einfallslose ab. Irgendwo zwischen Leistungssport und Leistungsgesellschaft, zwischen idealem Körper und Idealismus und nirgendwo angekommen. Wir sind – zugegebenermaßen – auch ein undankbarer Haufen als Publikum, sobald sich die ersten Vorurteile erhärteten, sodass wir gegen Ende des Films kaum noch „Dialoge“ unkommentiert lassen konnten. Wir mussten ja auch unseren Spaß haben. Ansonsten ist der Film nicht viel mehr Worte wert. Da lief so viel falsch auf dem Papier. Heieiei. Immerhin weiß ich jetzt, dass es wirklich nur Geld braucht, um einen Film in die Kinos zu bringen und wir konstatieren: Kommentare unter YouTube-Videos sagen nicht immer die Wahrheit.“
2 von 10 Flips vor dem Abgang

Kitty: „A Peaceful Warrior. Puh. Muss ich großartig was dazu sagen? Der Film spricht doch super für sich. Zumindest verpackt er eine gute Message, aber die äußere Hülle ist sagenhaft schrecklich. Sowohl für die Augen, für die Ohren als auch für die Entspannung unserer Lachmuskeln. In unsere Runde konnte er nur mit Gelächter beworfen werden, denn Katrin hätte es sicher nicht für gut befunden, hätten sich meine Cocktailtomaten-Salat-Snacks auf ihrem Fernseher und ihrer weißen Wand verewigt.
Das beste, was diesen Film wörtlich umschreibt, ist wohl tatsächlich das: Puuuuh. Mehr hat er aber auch einfach nicht verdient.“
1 von 10 Flips vor dem Abgang

Tobi: „Ich hab den Trailer zu Peaceful Warrior relativ halbherzig gesehen und hatte ein wenig andere Vorstellungen betreffend dieses Films. Dachte ich anfangs noch, dass es sich um irgendeinen Kämpfer dreht, der von einem alteingesessenen und von der Gesellschaft vergessenen Kung-Fu-Master mittels geheimer Verfahren zu einer Killermaschine umgeschult wird, die auf Grund ihrer Überlegenheit allen anderen Fightern gegenübern jedoch zum „Peaceful Warrior“ wird, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Wer den Inhalt des Filmes näher kennenlernen möchte, möge sich den Wikipedia-Artikel dazu durchlesen, denn hier möchte ich im Grunde nur kurz darauf eingehen, was mich an dem Film gestört hat: Neben den herzzereißend-hölzernen Dialogen á la: -„Dein Herz ist verletzt, Richard.“ (Frau berührt seine Brust mit der Hand). -„Lucie, deine Hände sind so warm, uhhh.“, waren die ständigen Wechsel zwischen den Sequenzen des overacting-Protagonisten und dem weisen alten Meister namens Sokrates, der am laufenden Band Lebensweisheiten rausgehauen hat, die manchmal direkt von der Katzen-Sticker-Seite der „Bild der Frau“ hätten stammen können, ein Grund, um dem Film mit Abneigung zu begegnen. Getreu dem Motto: „Jimmy, wenn die Säge das Holz nicht zu schneiden vermag, dann liegt das nicht an der Stumpfheit der Säge, sondern an deiner abgestumpften Entschlossenheit. ÖFFNE DICH DER SÄGE!!!!“ Dieser Aufguss aus teils wahren Begebenheiten und Philosophie-Grundkurs erstes Semester wird einem dann auch noch über elend lange 121 Minuten miefend portioniert in den Rachen geschoben. Der absolute Überraschungsknaller war dann nur noch, dass der mystische Selbstbeherrschungsmeister Sokrates, der den Low-Bob-Protagonisten durch sein Geseiere gekonnt an einem echten Seh-Highlight vorbeimanövrierte, letztlich gar nicht existiert hat – oder gab es ihn doch? Uhh, creepy stuff. Ich fühlte mich gefangen in der Mystery-Geschichte eines Zehntklässlers, der denkt, dass man die Herzen der Leser mit einem „Und er wachte auf und erkannte, dass alles nur ein Traum war.“-Ende gewinnen kann. Auf nimmer Wiedersehen, Peaceful Warrior! Ich vergebe nach dieser überbordenden „Ich denk mir selbst Beispiele aus“-Rezension zünftige…“
3,5 von 10 Flips vor dem Abgang

Katrin: „Oh Himmel, wo soll ich nur anfangen? Ich gebe ja zu: ich bin an Peaceful Warrior nicht gerade unvoreingenommen herangegangen. Den Trailer fand ich nämlich von Vornherein unterdurchschnittlich grottig. Aber was soll ich sagen? In diesem Fall haben sich alle schlimmen Befürchtungen bewahrheitet. Ach was, sie wurden sogar noch übertroffen. Wofür hat sich Nick Nolte da nur hergegeben? Seine Rolle besteht darin, mystisch zu gucken und Glückskeks-Weisheiten von sich zu geben, während sein Schüler sich im Overacting übt. Überhaupt sind Drehbuch und Figurenzeichnung das gruseligste Übel an Peaceful Warrior. Eine zweistündige Akkumulation unterirdischer Klischees, die auch gut und gern nach 80 Minuten abgehandelt sein könnte, ein Lehrling-Mentoren-Verhältnis, das sich ohne durchschaubare Motivation aus dem Nichts heraus entwickelt, eindimensionale Figuren, die von der einen Laune in die nächste gleiten, ohne dabei für den Zuschauer nachvollziehbar zu sein. Die Story entwickelt sich kein bisschen aus den Charakteren heraus, sondern wirkt durchweg konstruiert und unglaubwürdig. Ein echter Facepalm-Film. So schlecht, dass das gemeinschaftliche Schauen eigentlich schon wieder ziemlich witzig war.“
2 von 10 Flips vor dem Abgang

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4 Antworten zu “8 AUGEN FÜR EIN HALLELUJA: PEACEFUL WARRIOR

  1. Hey, ich wusste nicht, dass dort ein Vampire Diaries Sternchen mitflipt. Hätte ich das vorher in Erfahrung gebracht, hätte ich mir den Film vermutlich alleine zuhause reingezogen, okay!?

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