WEEKLY TRAILER-PICK: THE FINAL MEMBER

Am Film, ob im Studium oder auch aus freizeitlichem Interesse heraus, hat mir immer gefallen, dass die Menschen dahinter in der Regel keine Fachidioten sind. Denn neben den unendlichen vielen Aspekten, die bei der Untersuchung von Filmen berücksichtigt werden müssen, bekommt man es auch noch permanent mit den verschiedensten Fragestellungen, Epochen und Problemen zu tun, die die jeweiligen Werke thematisieren. Langeweile ist nie vorprogrammiert, denn immer wieder gilt es, sich mit etwas Neuem zu beschäftigen. Und manchmal stolpert man dann wirklich über unerwartete Dinge. So wie in dem Dokumentarfilm, den ich für meinen aktuellen Weekly Trailer-Pick ausgesucht habe.

Welchen Trailer habe ich mir ausgesucht?

Der Titel The Final Member klingt genau so lange unspektakulär, bis man in der Inhaltsangabe liest, worum es in dem entsprechenden Dokumentarfilm geht. Im hohen Norden Islands führt Sigurður Hjartarson das einzige Penis-Museum der Welt. In Jahrzehnten des eifrigen Sammelns hat der Mann ein Exemplar von beinahe jedem Säugetier zusammengetragen. Nur eine Spezies fehlt ihm noch: das beste Stück des Menschen. Und es wird sogar noch verrückter: zwei Männer wetteifern darum, wer für das Museum zum Spender werden darf.

© Drafthouse Films

© Drafthouse Films

Was mich an dem Trailer neugierig macht:

Ähm, ich muss wohl kaum betonen, dass es bei diesem exzentrischen Thema viel eher der Inhalt von The Final Member als der Stil des Trailers ist, der mich auf den Film aufmerksam machte. Mal ehrlich: ein alter Mann, der nach seinem Tod zum Spender werden will gegen einen Mann mittleren Alters, der sein mit Stars and Stripes tätowiertes Gemächt namens Elmo noch zu Lebzeiten spenden will, um den Gegner auszustechen – sowas kann sich kein Mensch ausdenken. Wo Phallussymbole sonst für Fruchtbarkeit, Kraft, männlichen Stolz und Gockeltum stehen und permanent eine latente Kastrationsangst vorherrscht, geht es hier plötzlich um genau das. Schnipp, schnapp und so weiter. Freiwillig. Aus Gründen, die sich dem Ottonormalverbraucher (inklusive mir) wahrscheinlich nicht so leicht erschließen. Und genauso die andere Seite: aus welcher Motivation heraus betreibt ein Mann in der Abgeschiedenheit Islands mit viel Leidenschaft ein Penismuseum? Es gibt wohl nur eine Lösung: ich muss dringend diesen Film sehen.

The Final Member hat bislang noch keinen deutschen Starttermin, aber wer weiß, vielleicht wird das ja noch was. Hier der äußerst absurd komische Trailer:

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