GEORGE CLOONEY: MONUMENTS MEN

Lange auf den Film gefreut, erste niederschmetternde Kritiken von Kollegen gelesen, selbst in die Pressevorführung gegangen, mit dem Vorsatz, mir ein eigenes Urteil zu bilden, verärgert wieder herausgekommen. Monuments Men erreicht tatsächlich ein Ausmaß an Grottigkeit, das ich nicht erwartet hatte. Auf filmosophie.com habe ich mich über den Film ausgelassen. Ich musste.

© 20th Century Fox

© 20th Century Fox

„…Jeder wird mir wohl zustimmen, dass dieser Film vielversprechend klang. Ein Wahnsinns-Cast, bestehend aus Leinwand-Genies wie Bill Murray oder John Goodman, eine spannende Thematik mit aktuellem Bezug – und dann krankt Monuments Men an so vielen Ärgernissen, dass ich mich wirklich fragen muss, ob nicht doch eventuell ein lange verschollener Zwilling von George Clooney das Werk inszeniert hat. Hatte der Filmemacher doch zuletzt mit The Ides of March eine wirklich sehenswerte Arbeit abgeliefert. In seinem neusten Film sehen wir ihn zuerst beim Halten einer Vorlesung vor Regierungsvertretern. Und leider ist dieser erste Auftritt symptomatisch, denn Clooney gefällt sich einfach viel zu sehr in der Rolle des Erklärbär. Sein Plan steht zu Beginn bereits zur Gänze fest, so dass ja keine Zweifel an der Mission aufkommen können und immer wieder werden wir im Verlauf von Monuments Men seine Stimme aus dem Off hören, wie er an den Stolz der Männer appelliert und den Wert der Unternehmung in pathetische Worte fasst. Überhaupt kommt der Moral in diesem Streifen eine übergeordnete Bedeutung zu. Der Amerikaner als Solcher steht über Gier und Habsucht, über Rachegelüsten, Egoismus und natürlich über sexueller Verführung in Verkörperung von Cate Blanchett, die als Französin hier – natürlich – einen freizügigen Lebensstil pflegt…“

Den Rest von meinem Verriss (ja, ich hätte mich auch gefreut, wenn es keiner hätte werden müssen) gibt es hier zu lesen.

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3 Antworten zu “GEORGE CLOONEY: MONUMENTS MEN

  1. Sehr bedauerlich, dass George Clooney in solch einer thematisch-interessanten Arbeit zu sehr den Amerikaner raushängen lassen muss. Ich hatte mich doch so auf den Streifen gefreut

  2. Mensch, den wollte ich mir eigentlich ansehen, aber nun muss ich doch noch mal in mich gehen und gründlich drüber nachdenken 😉 Vor allem das „Amigehabe“ schreckt mich ab…wäre ja nicht das erste mal, dass sich die werten Amerikaner über Wert verkaufen und so tun, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.

  3. Pingback: TOP 10 – FEBRUAR 2014 | l'âge d'or·

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