CINEASTISCHE UMZIEHERITIS

So richtig durch mit der Umzieherei bin ich noch nicht. Es sind noch nicht alle Kartons komplett ausgepackt, die Vorhänge hängen noch nicht, meine Küchenstühle sind nur ein Provisorium und eins, zwei Deko-Ideen konnte ich auch noch nicht umsetzen. Im Großen und Ganzen hab ich aber eine ganze Menge Spaß beim Umziehen und Einrichten. Zwar habe ich keinen so schönen Ausblick wie Tom Schilling in seiner neuen Berliner Wohnung in Oh Boy, dafür fühle ich mich hier im Wedding aber schon pudelwohl.

Und umso mehr habe ich in letzter Zeit auf die Wohnungen und Häuser in Filmen geachtet. Die schönsten Häuser gibt es in schlechten Filmen, das war eine Erkenntnis, die sich schnell herausbildete. Ein paar meiner liebsten Kino-Immobilien habe ich mal hier zusammengetragen. Die Reihenfolge hat dabei nichts zu sagen.

© Warner Bros.

© Warner Bros.

1. Was das Herz begehrt von Nancy Meyers ist sicher nicht gerade mein Lieblingsfilm, auch wenn darin die beiden Kino-Koryphäen Jack Nicholson und Diane Keaton die Hauptrollen haben. Was mir aber in bester Erinnerung geblieben ist, ist das umwerfende Arbeitszimmer Letzterer. Mit dem schönen Erker und den großen Fenstern. Gut, bei mir fiele die Einrichtung ein wenig anders aus, aber das viele Weiß hat schon mal definitiv Potential.

© Universal Pictures

© Universal Pictures

2. Ein ganz ähnlicher Fall ist Liebe braucht keine Ferien. Gleiche Regisseurin, gleicher Stil, nicht zwingend mein Fall. Aber diese Bibliothek! Ganz viel Weiß und Bücher bis unter die Decke, sowas will ich auch.

© Paramount

© Paramount

3. Zur Abwechslung gibt es auch gute Filme mit schönen Appartements. Zum Beispiel den legendären Frühstück bei Tiffany von Blake Edwards. Darin war nicht nur Audrey Hepburn bezaubernd, sondern auch ihre Wohnung in – mal wieder – zeitlosem Weiß. Am schönsten finde ich den charmanten Kofferstapel in der Ecke. Wäre mal eine Idee für originellen Stauraum.

© Pandora Film Verleih

© Pandora Film Verleih

4. Die schönste Terrasse wiederum – und das konnte ich selbst erst gestern feststellen, als der Film auf arte lief – hat Charlotte Gainsbourg in The Tree von Julie Bertuccelli. Da ist zum einen diese wunderbare, unverstellte Aussicht, zum anderen die Hängematte, die auf der anderen Seite liegt. Eine Hängematte! Schade, dass das Haus… ach nee, ich fange schon wieder an zu spoilern.

© Capelight Pictures

© Capelight Pictures

5. The Virgin Suicides von Sofia Coppola ist ein umwerfender Film. Eigentlich würde mir das Haus der Lisbons aber gar nicht gefallen, denn es ist klein, eng, abgeschottet, verkramt. Und doch finde ich es faszinierend, wie die Regisseurin und ihre Setdesigner es schafften, vor allem in den Zimmern der Mädchen dieses pubertäre Chaos zu kreieren, dass ich eigentlich verabscheue und mir hier trotzdem immer wieder gern anschaue.

© Warner Bros.

© Warner Bros.

6. Und zum Schluss noch ein Haus, in das ich sofort ohne zu Zögern einziehen würde. Obwohl der Film ein wenig fragwürdig ist: Sex and the City von Michael Patrick King. Samantha hat darin ein Strandhaus in Malibu, das vor allem aus einem besteht: aus Fenstern. Und dazu diese Aussicht auf den Pazifik. Hach.

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